Herzlich Willkommen,



hier finden Sie Informationen zum Wiederaufbau der Glockentürme in Ellrich
durch den Förderverein „Wiederaufbau Glockenturm St. Johannis in Ellrich“ e. V..

Hier können Sie dem Förderverein beitreten.

Aktuell:



Hier finden Sie den ersten Entwurf vom Glockenturm.


 

Mitgliederversammlung 2017



Die Mitgliederversammlung des Glockenturmvereins Ellrich findet am 17. November 2016 um 19:00 Uhr in der Gaststätte "Schwarzer Adler" in Ellrich statt. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen und erhalten demnächst eine schriftliche Einladung.

Bücherbasar für die Glockentürme



Das war ein Erfolg! Zum Schützenfest 2016 hatte der Glockenturmverein zum Bücherbasar in die St. Johanniskirche eingeladen. Am Sonnabend und am Sonntag konnten Leseratten und Bücherfreunde in einem breiten Angebot stöbern - und wurden fündig! Etwa 350 Bücher konnten sie mit nach Hause nehmen....

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spendern der Bücher, bei der Evangelischen Kirchengemeinde Ellrich und allen Unterstützern. Auch diese Erlöse stärken unsere Finanzen!

Endlich: Das Gerüst und der Bauzaun sind weg!



Dieses Datum sollten wir uns merken: Am 30.06.2016 konnte die Sanierung des Westgiebels zunächst abgeschlossen werden. Das Gerüst und die Bauzäune wurden abgebaut, die Kirche kann wieder durch den Haupteingang betreten werden. Damit haben wir ein erstes wichtiges Ziel erreicht, über das wir uns freuen und das uns Ansporn ist für die weitere Arbeit.

Jetzt, wo der Westgiebel geschützt und das Mauerwerk verfestigt ist, bietet die Kirche wieder ein Bild der Ruhe und Beschaulichkeit. Aber noch liegt viel Arbeit vor uns, erst mit dem Neubau der Türme werden wir unser Ziel erreicht haben.

 

 

 

EU unterstützt den Wiederaufbau der Glockentürme



Durch das "Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha" wurde dem Glockenturmverein der Zuwendungsbescheid nach der "Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung und der Revitalisierung von Brachflächen" für das Projekt "Erstellung Planungs- und Nutzungskonzept für den Wiederaufbau Glockenturm" zugestellt.

Gegenstand dieses Projektes ist die Erarbeitung prüffähiger Planungsunterlagen, Maßnahmen- und Kostenpläne nach den Bauabschnitten Glockenturm und Innenraum als Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln und für die Beratungen zu den Projektinhalten mit den zuständigen kirchlichen, denkmalfachlichen, baufachlichen und öffentlich-rechtlichen Institutionen sowie den entsprechenden Fachplanern.

Die Förderung erfolgt als Anteilsfinanzierung einer Projektförderung auf der Grundlage der beigefügten Kostenkalkulation. Das Vorhaben ist im Bewilligungszeitraum vom 10.06.2016 bis 01.10.2016 durchzuführen.

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

 

 

RAG Südharz stellt Förderwürdigkeit fest



Für den Projektantrag "Erstellung einer Imagebroschüre" des Glockenturmvereins Ellrich hat der Fachbeirat der Regionalen Aktionsgruppe Südharz e.V. am 09.03.2016 die Förderwürdigkeit festgestellt.

Über die Förderfähigkeit entscheidet nun das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha.

 

Prominente Unterstützung für den Turmverein



Am 23.02.2016 besuchte die ehemalige Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Christine Lieberknecht, gemeinsam mit ihrem Ehemann unseren Förderverein.

In einer gemeinsamen Besprechung mit dem Förderverein und Vertretern der Kirchengemeinde Ellrich im Pfarrhaus informierte sich Frau Lieberknecht über die Vereinsarbeit, den Stand der Vorbereitung zum Wiederaufbau der Türme und die gegenwärtigen Arbeiten an den mittelalterlichen Turmresten.

Im Bild von links: Werner Zinram, Martin Bischoff, Christine Lieberknecht, Benjamin August, Annelie Lange.

 

 

 

 

Die Arbeiten am Mauerwerk haben begonnen



Nachdem im letzten Jahr ein Schutzdach über dem Westgiebel der St. Johanniskirche errichtet wurde, um das mittelalterliche Mauerwerk vor Witterungseinflüssen zu schützen, wurde jetzt mit dem zweiten Bauabschnitt zur Sicherung der Turmreste begonnen.

Das Aufbringen eines Zementmörtels mit einer großen Härte in den 1990er Jahren sollte einer Verschlechterung des Mauerwerkgefüges entgegenwirken. Durch diese große Härte bildete sich eine schalenartige Struktur des Mörtels, es konnte  allerdings kein Verbund mit dem bestehenden Natursteinmauerwerk entstehen.

Damit konnte die Feuchtigkeit über die Fugen zwar eindringen, aber sehr schlecht wieder entweichen, was die Übersättigung des Altmauerwerkes mit Wasser erklärt. Durch die sehr weichen Fugen können die Steine im Mauerwerkverbund nicht mehr halten, so dass sich Steine herauslösen und zu einer Unfallgefahr werden.

Daher war die dringlichste Aufgabe, das vorhandene Mauerwerk durch Beseitigung der harten Zementschale zu trocken und vor weiteren Witterungseinflüssen zu schützen. Alle später aufgebrachten Putze und Verfugungen müssen entfernt werden, die oberflächlichen Zementverstriche sind abzuklopfen und die Fugen zu öffnen. Der gesamte Mauerbereich muss allseitig frei von Luft umspült werden können.

Und genau diese Arbeiten werden jetzt unter den Planen ausgeführt, die zum Schutz der Umwelt vor Staubbelastungen dienen. Alle gelockerten Steine werden entfernt und zwischengelagert für eine spätere Wiederverwendung beim Aufbau der Glockentürme.

Nach der vollständigen Austrocknung der Mauerreste können diese dann nach einer nochmaligen Untersuchung in die statische Konzeption der Glockentürme eingebunden werden.

Für diesen zweiten Bauabschnitt werden Kosten von 35.000,00 € veranschlagt. Daran beteiligen sich die Evangelische Kirchengemeinde Ellrich, das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, der Evangelische Kirchenkreis Südharz und der Glockenturmverein Ellrich.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die dies durch ihre Zuwendung und aktive Unterstützung ermöglicht haben.

 

Die Turmreste sind überdacht!



Am 16.12.2014 wurden die Arbeiten zum Aufbau des Pultdaches beendet, die mittelalterlichen Turmreste sind nunmehr weitgehend geschützt gegen Witterungseinflüsse.

Die Gerüste wurden abgebaut, die Baustelle ist beräumt und die Sanierung des Natursteinmauerwerkes steht im Jahre 2015 an. Auch dafür werden wieder finanzielle Mittel benötigt, an denen sich der Glockenturmverein beteiligen wird.

 

 

 

 

 

 

Die Glocken der St. Johanniskirche



Etwas verlassen und leicht angerostet stehen sie heutzutage rechts und links des Altarraumes im weiten Kirchenschiff: Die Glocken der St.Johanniskirche. Liebevoll geschmückt zwar durch die Kirchengemeinde zu festlichen Anlässen, bestaunt und begutachtet von Besuchern der Kirche, aber doch stumm und fernab ihrer Bestimmung.

Und was muss das doch für ein Festumzug in Ellrich gewesen sein, als am 3. Januar 1908 die vom Bochumer Gussstahlverein gegossenen und gelieferten Glocken am Bahnhof ankamen und auf vier Tafelwagen durch die Straßen der Stadt zur Kirche geleitet wurden. Stolz waren die Ellricher, dass der Wiederaufbau der Kirche nach dem verheerenden Brand von 1907 schon so bald wieder abgeschlossen war. Zwar war der Moll-Akkord h-d1-f1-gis1 ein ungewohnter Klang, war man doch an den schönen Dur-Akkord c1-e1-g1 gewöhnt. Aber, wie der damalige Oberpfarrer Reinicke zu berichten wusste, kam selbst aus den umliegenden Dörfern viel Zustimmung für dieses festliche Geläut im „Plenum“, wenn also alle vier Glocken gleichzeitig ertönten.

Die erste und größte Glocke (Nennton h) wiegt ohne Klöppel etwa 46 Zentner und trägt die Inschrift: „EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE, FRIEDE AUF ERDEN UND DEN MENSCHEN EIN WOHLGEFALLEN“. Die Glocke mit dem Nennton d1 (27 Zentner) trägt die Inschrift nach dem bekannten Kirchenlied von Martin Luther: „EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT“. Zwanzig Zentner wiegt die Glocke mit dem Nennton f1, sie trägt die Inschrift: „FRIEDE SEI MIT EUCH!“. Die kleinste Glocke (Nennton gis1) wiegt immerhin noch 14 Zentner und verkündet die Einladung: „KOMMT, DENN ES IST ALLES BEREIT“.

Das Festgeläut der St.Johanniskirche wurde 1955 vom damaligen staatlichen Rundfunk der DDR aufgezeichnet, zu besonderen Anlässen ist diese Aufnahme in der Kirche zu hören. Letztmalig erklangen die Glocken im Dezember 1957, bevor sie 1962 ausgebaut wurden. 1964/1965 wurden die Glockentürme bis auf wenige Reste abgerissen, die nun selbst auch noch vor dem Verfall stehen.

Der Glockenturmverein hat mit dem Glockenbeauftragten des Landeskirchenamtes über Maßnahmen zur Bewahrung der Glocken gesprochen. Danach ist davon auszugehen, dass diese Glocken eine hohe Standfestigkeit besitzen, so dass die berechtigte Hoffnung besteht, dieses festliche Geläut wieder in Ellrich zu hören. Auch der Klang der Glocken der Ellricher Hauptkirche ist ein Stück Heimat, das es zu bewahren gilt. Dafür bittet der Glockenturmverein um breite Unterstützung.

(Ellricher Zeitung, Februar 2014)