Herzlich Willkommen,

hier informieren wir Sie über die Arbeit des Kirchenbauvereins Ellrich, der aus den Vereinen zum Aufbau der St.Johanniskirche entstanden ist. Unsere Schwerpunkte sind nach wie vor die Erhaltung der evangelischen Kirchen in Ellrich (St.Johannis und St.Marien), insbesondere der Aufbau des Johannisturms an der Marktkirche und die Sicherung der Bausubstanz an der Frauenbergskirche.

Sie möchten mithelfen?

Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail, falls Sie Mitglied im Verein werden möchten oder Fragen zu unserer Vereinsarbeit haben. Wir freuen uns über jede Unterstützung!

E-Mail:     info(at)johanniskirche-ellrich.de

Zuwendungsbescheid Medientechnik Netzwerkkirche Ellrich ergangen

 

Mit Zuwendungsbescheid vom 23.05.2022 hat das Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum Thüringen die Förderung für folgendes Projektes bestätigt:

  • Medientechnik Netzwerkkirche St. Johannis Ellrich mit 45.833,81 €

Das Vorhaben ist im Bewilligungszeitraum vom 24.05.2022 bis 15.10.2022 durchzuführen.

Der Verein bedankt sich herzlich für die zugesagte Förderung. Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.

 

Bauantrag für den Turm eingereicht

 

Endlich geschafft! Das Architekturbüro SMITS+TANDLER hat den Bauantrag für den Turm fertiggestellt. Die Unterlagen wurden am 17.05.2022 an das Bauamt des Landkreises Nordhausen übergeben und durchlaufen nun die vorgeschriebenen Prüfungen.

Damit haben wir unser nächstes Etappenziel erreicht und warten nun auf die Baugenehmigung.

Einzug der Mitgliedbeiträge 2022

Am 31.05.2022 werden die Beiträge der Mitglieder abgebucht, die uns dazu bevollmächtigt haben.Alle anderen Vereinsmitglieder bitten wir um Einzahlung der Jahresbeiträge.

Glockenprüfung - Test bestanden!

Das war schon ein bewegender Moment! Nach etwa 60 stummen Jahren waren in Ellrich die Glocken der St. Johanniskirche wieder zu hören. Zwar nur jede einzeln, aber der Klang weckte Erinnerungen.

Der Glockensachverständige der EKM Christoph Schulz hat am 03. Mai 2022 die Glocken der St. Johanniskirche geprüft. Dazu wurden die Glocken einzeln angehoben und von Herrn Schulz geprüft und angeschlagen. "Alles in Ordnung!" - so die Einschätzung des Fachmanns.

Jetzt werden die Glocken unverhüllt an der Kirche ausgestellt, bis sie wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung übergeben werden.

Veröffentlichung Planungsleistungen

Stadt Ellrich - Begegnungszentrum mit Netzwerkkirche St. Johannis
Abschnitt Kirchenraum – EFRE-Förderung

_____________________________________________________________________________

Auftraggeber:             Evangelischer Pfarrbereich Ellrich
Markt 15
99755 Ellrich
Tel: 036332 729815
E-Mail: pfarramt-ellrich@t-online.de

 Ort der Ausführung:  St. Johanniskirche Ellrich

 Vergabeverfahren:    Beschränkte Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb

Auftragsgegenstand                                                   Auftragnehmer

Architektenleistungen - Planung, Bauleitung                Smits + Tandler, Erfurt
                                                                                      Freie Architekten und Ingenieure Partnerschaft

Ingenieurleistungen - Heizung, Lüftung, Sanitär           LWW Planungsgesellschaft mbH, Erfurt

Ingenieurleistungen - Elektro                                        Planungsbüro Manau, Ruhland

Ingenieurleistungen - Tragwerk                                    ibr tragwerk BARTH + RUGENSTEIN GmbH, Erfurt

Ingenieurleistungen - Brandschutz                               Dipl.-Ing. M. Heyer, Erfurt

Ingenieurleistungen - Medien                                       Bühnen- und Studiotechnik Tryboll, Kirchheim

Veröffentlichung Bauleistungen

Stadt Ellrich - Begegnungszentrum mit Netzwerkkirche St. Johannis
Abschnitt Kirchenraum – EFRE-Förderung

_____________________________________________________________________________

Auftraggeber:             Evangelischer Pfarrbereich Ellrich
Markt 15
99755 Ellrich
Tel: 036332 729815
E-Mail: pfarramt-ellrich@t-online.de

 Ort der Ausführung:  St. Johanniskirche Ellrich

 Vergabeverfahren:    Beschränkte Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb

Auftragsgegenstand                                        Auftragnehmer

BST-Einrichtung - Baustrom                                Jäger Elektroanlagen, Ellrich/OT Appenrode

BST-Einrichtung - Bau-WC                                  Rahmer Mietservice GmbH, Serba

BST-Einrichtung - Bauwasser                              Kleinschmidt & Worschech GmbH, Sondershausen

BST-Einrichtung - Bauschild                                Verkehrstechnik Klein UG, Nordhausen

Gerüstbauarbeiten                                               Gerüstbau Wagner, Inh. K. Haarseim, Allstedt

Abbruch-, Erdarbeiten                                         Hoch- und Holzbau Ellrich GmbH, Ellrich

Maurer-, Betonarbeiten                                       Hoch- und Holzbau Ellrich GmbH, Ellrich

Estricharbeiten                                                    Witschas GmbH, Erfurt-Schaderode

Natursteinarbeiten                                               Szymanek & Söhne GbR, Eckartsberga/Tromsdorf

Metallbau-/Verglasungsarbeiten                          Schmiede & Metallbau Höhne, Oberheldrungen

Tischlerarbeiten - Tragkonstruktion                     Hoch- und Holzbau Ellrich GmbH, Ellrich

Tischlerarbeiten - Bekleidung                              Tischlerei Fischer GmbH, Erfurt-Kerspleben

Putz-, Maler-, Restaurierungsarbeiten                Restaurierung S. Bodewald GmbH, Mühlhausen

Heizungs-, Lüftungs-, Sanitärinstallation            Kleinschmidt & Worschech GmbH, Sonderhausen

Elektroinstallation                                                Jäger Elektroanlagen, Ellrich/OT Appenrode

Bauendreinigung                                                 Reinigungsservice Hersener, Ellrich

Feuerlöscher                                                        Minimax MobileServices GmbH, Glinde

 

Aktuelle Arbeiten in der Netzwerkkirche

Es geht voran beim Ausbau der Kirche! Heute, am 24.03.22, war wieder so ein denkwürdiger Tag: Die Glocken wurden aus der Kirche geholt und übergangsweise an der Mauer zum Pfarrgarten abgestellt. Kein leichtes Unterfangen, wiegt doch die schwerste Glocke immerhin 2,3 Tonnen. Aber die Männer von Hoch- und Holzbau Ellrich haben die Aufgabe mit ihren Hebegeräten präzise gemeistert. Herzlichen Dank dafür!

Der Baustromanschluß wurde von Elektroanlagen Jäger hergestellt, Rahmer Mietservice hat ein Baustellen-WC eingerichtet und die bisherigen Gerüstarbeiten wurden von der Firma Gerüstbau Wagner ausgeführt, die nun auch einen Schutzzaun um die Glocken stellen wird.

Auch die Rückbau- und Abbrucharbeiten werden von Hoch- und Holzbau Ellrich ausgeführt. Bei den Schachtarbeiten wurden zwei Eingänge zu möglichen Gruften freigelegt, die umgehend vom Thüringer Landesamt für Denkmalschutz und Archäologie begutachtet wurden und kein Hindernis für die weiteren Schachtarbeiten sind.

In den nächsten Tagen werden nun die Türöffnungen für die nördliche und südliche Sakristei hergestellt und die Gründungsarbeiten im Altarraum abgeschlossen. Danach werden die Hohlblocksteine aus dem Westgiebel entfernt, um auch von dort einen Zugang zum Turm zu haben, der zunächst bauseitig gesichert wird.

KSK Nordhausen unterstützt Förderverein

Die Kreissparkasse Nordhausen präsentierte am 1. März 2022 im Rahmen der Verabschiedung ihres Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Asche das "12. Benefizkonzert der Thüringer Sparkassen" im Theater Nordhausen.

In der Veranstaltung wurde aus den regionalen PS-Zweckerträgen ein Betrag in Höhe von insgesamt 80.000,-- € an gemeinnützige Organisationen aus dem Landkreis Nordhausen übergeben. Der Glockenturmverein Ellrich erhielt dabei einen Betrag von 20.000,00 €.

Wir bedanken uns herzlich für diese unerwartete Zuwendung bei der Kreissparkasse Nordhausen. 

Baugenehmigung erteilt - wir bauen!

Das Landratsamt Nordhausen hat am 22.02.2022 die Baugenehmigung für den Bauabschnitt Kirchenschiff -Begegnungszentrum (Innenräume) erteilt.

Damit können nun die Bauarbeiten unter Beachtung der im Genehmigungsbescheid enthaltenen Auflagen und Bedingungen beginnen.

Wir freuen uns, dass nach den langwierigen Vorbereitungen und Planungsarbeiten nun mit der Umsetzung begonnen werden kann. Die Arbeiten werden bis zum 31.12.2022 abgeschlossen sein.

Protokoll der Mitgliederversammlung vom 4.11.2021

Tagungsort und -termin: Gaststätte „Schwarzer Adler“ in Ellrich, 04.11.2021, 19:00 – 21:30 Uhr

TOP 1: Begrüßung und Wahl des Versammlungsleiters

  • Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden der Fördervereins Martin Bischoff
  • Auf Vorschlag von Martin Bischoff wird Benjamin August per Handzeichen einstimmig zum Versammlungsleiter gewählt. Herr August nimmt die Wahl an.

TOP 2: Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und der Beschlussfähigkeit

  • Der Versammlungsleiter stellt die ordnungsgemäße Einladung aller Mitglieder fest. Die Mitgliederversammlung ist somit beschlussfähig.

TOP 3: Beschluss zur gemeinsamen Rechenschaftslegung 2020 / 2021

  • Der 1. Vorsitzende Martin Bischoff erläutert die Notwendigkeit der Beschlussvorlage und verliest den Text. Der Beschluss wird von der Mitgliederversammlung durch Handzeichen einstimmig bestätigt.

TOP 4: Bericht des Kassenwarts, Bestätigung durch die Kassenprüfer

  • Der Kassenwart Werner Zinram berichtet über die finanzielle Situation des Vereins.
  • Die Kassenprüfer Hans-Joachim Reichhardt und Hans-Georg Mattke bestätigen die ordnungsgemäße Führung der Kasse. Bei der Prüfung wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt.
  • Nach Aussprache wird der Kassenwart von der Mitgliederversammlung per Handzeichen einstimmig entlastet.

TOP 5: Rechenschaftsbericht des Vorstands, Diskussion und Entlastung des Vorstands

  • Der Vorsitzende Martin Bischoff trägt den schriftlich vorliegenden Rechenschaftsbericht zur Vereinsarbeit vor. Der Rechenschaftsbericht für den Zeitraum 22.11.2019 bis 04.11.2021 wird nach ausführlicher Aussprache per Handzeichen einstimmig genehmigt und der Vorstand entlastet.

TOP 6: Wahl der Kassenprüfer

Auf Vorschlag des Versammlungsleiters werden als Kassenprüfer per Handzeichen einstimmig gewählt:

  • Karsten Zinram
  • Jürgen Köcher

Die gewählten Personen haben die Wahl angenommen.

Förderbescheid für den Turmbau übergeben

Am 24.06.2021 übergab der Ministerpräsident des Landes Thüringen, Bodo Ramelow, in der St. Johanniskirche Ellrich den Förderbescheid zum Aufbau des Glockenturmes mit zwei Turmhauben an den Verein im Rahmen einer festlichen Veranstaltung.

Dieser Förderbescheid über 3,1 Mio € wird aus Mitteln der ehemaligen Parteien und Massenorganisationen der DDR (PMO) finanziert und belastet somit die Steuerzahler nicht.

Der Aufbau des Johannisturms soll bis 2024 abgeschlossen sein, der Innenausbau der Netzwerkkirche wird bereits 2022 fertiggestellt.

Wir danken allen, die uns mit Ermutigung, Zuspruch, Mitarbeit und großen oder kleinen Spenden unterstützt haben. Dabei geht auch ein großes Dankeschön an Ministerpräsident Bodo Ramelow, der sich ebenfalls intensiv für unser Projekt eingesetzt hat.

So werden nun die neuen Turmhauben für den Heilungsprozess der Stadt stehen und der Innenausbau die Auseinandersetzung mit dem Erlebten fördern. Wir haben gezeigt, dass der gemeinschaftliche Wille das Phlegma überwinden kann, dass sich kollektive Anstrengung lohnt.

Einladung auf den Ellricher Kirchenwanderweg

Herzlich willkommen im Pfarrbereich Ellrich! Mit einem Wanderheft und der Stempelpass-Postkarte, die für Sie in der St. Johanniskirche Ellrich ausliegt, laden wir Sie ein zu Fuß oder mit dem Rad die Natur, ein Stück Geschichte und zehn Kirchen in sieben Orten unserer Harzblick-Region zu entdecken.

Die Ellricher Wandersonne zeigt Ihnen den Weg, der über eine Länge von insgesamt 27,3 km auf überwiegend befestigten Wegen führt. Es ist eine mittelschwere Tour (Ausdauer erforderlich) mit je 227 Höhenmetern Auf- und Abstiege. Selbstverpflegung wird empfohlen, da es wenig Einkehrmöglichkeiten gibt.

Gottes Segen auf all Ihren Wegen wünschen Ihre Kirchengemeinden in Ellrich, Sülzhayn, Werna, Appenrode, Woffleben, Mauderode und Gudersleben.

Förderbescheid in Erfurt übergeben

Am Mittwoch, 09.12.2020, übergab der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow in der Staatskanzlei Erfurt den Förderbescheid über 1,131 Millionen Euro zum Ausbau der Netzwerkkirche an Pfarrer Jochen Lenz von der Evangelischen Kirchengemeinde Ellrich. Eingeladen zu dieser Übergabe waren auch der Bürgermeister der Stadt Ellrich, Henry Pasenow, die Referatsleiterin Bau der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Elke Bergt, sowie die Vereinsmitglieder Karl-Heinz Kindervater und Martin Bischoff.

Ministerpräsiden Ramelow, auf dessen Schreibtisch eine Federzeichnung der historischen St. Johanniskirche mit den Türmen steht, zeigte sich über den Ausbau der Kirche und den Aufbau des Johannisturms bestens informiert und sagte weitere Unterstützung zu.

Förderbescheid für die Netzwerkkirche

Am 03. November 2020 erteilte die Thüringer Staatskanzlei den folgenden Bewilligungsbescheid:

"Zuwendungen aus dem Landeshaushalt 2020
Epl. 07, Kapitel 0703 Titel/Titelgruppe 893 82 Haushaltsjahr 2020 für das Vorhaben Stadt Ellrich - Begegnungszentrum mit Netzwerkkirche St. Johannis im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Kultur und Kunst
Vorhabennummer: 2020 KUK 0002"

Gewährt wird für das o.g. Vorhaben eine nicht rückzahlbare Zuwendung bis zur Höhe von maximal

904.800,00 €.

Weitere Mittel in Höhe von 226.200,00 € werden durch den Evangelischen Pfarrbereich Ellrich für das Vorhaben bereitgestellt.

Unter dem Begriff "Netzwerkkirche" soll ein Begegnungs-, Besuchs- und Projektzentrum für alle Ellricher und ihre nationalen und internationalen Gäste ungeachtet ihrer Herkunft und religiösen Gebundenheit verstanden werden.

Wir bedanken uns bei der Thüringer Staatskanzlei und dem EFRE-Fonds für die Bereitstellung der Mittel.

Panoramasicht vom Ellricher Kirchturm

Wohl kaum jemand kennt noch diesen Panoramablick vom ehemaligen Ellricher Kirchturm. Wir haben diese Sicht aus einer Höhe von 45 m mit einem Drohnenflug über der Kirche fotografiert und werden die Fotos demnächst in der Kirche ausstellen. Das hier beigefügte Bild ist lediglich eine Illustration.

Kurz und bündig: Das ist neu im Verein

  • Der Verein behält seinen bisherigen Namen. Zusätzlich führt er den Kurznamen "Kirchenbauverein Ellrich".
  • Der Verein kümmert sich sich um die beiden evangelische Kirchen in Ellrich (Marktkirche und Frauenbergskirche).
  • Die Mitglieder des Förderkreises zum Wiederaufbau der St.Johanniskirche werden eingeladen, in den Kirchenbauverein einzutreten.
  • Der Förderkreis überträgt sein Vermögen auf den gemeinsamen Verein und löst sich auf.

Große Freude rund um die Kirche

Was war das für ein Abend! Das Team aus Ellrich hat den Wettbewerb "Mach dich ran" des MDR-Fernsehens gewonnen und ein Preisgeld von 200.000 € für St. Johannis erhalten. Symbolisch wurde der Scheck am Freitag durch Frau Dr. Hasenclever, Geschäftsführerin der Stiftung KiBa, in der TV-Show "Oh happy day" an den Ellricher Pfarrer Jochen Lenz übergeben. Gratuliert hat auch der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow, der unangekündigt die Show besuchte und die unermüdliche Arbeit der Ellricher für ihre Kirche würdigte.

Schon 2018 war der Ministerpräsident in Ellrich, um sich selbst ein Bild von der Arbeit des Glockenturmvereins zu machen und schon damals sagte er seine Unterstützung für dieses Projekt zu. Seit 10 Jahren arbeitet der Verein daran, den Turm an der Kirche wieder entstehen zu lassen und ist nun seinem Ziel wieder ein Stück näher gekommen.

Natürlich ist die intensive Arbeit der Vereinsmitglieder auch in der Öffentlichkeit deutlich geworden und hat schließlich dazu geführt, dass die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland in Würdigung der bisherigen Arbeit der Kirchengemeinde Ellrich und dem Glockenturmverein die Teilnahme am Wettbewerb der KiBa angeboten hat. Diese Chance haben wir genutzt und unsere Teilnahme im Frühjahr 2019 zugesagt.

Im Mai hat der MDR dann die Teilnahme der Ellricher an diesem Wettbewerb bestätigt, und jetzt musste alles ganz schnell gehen: Pfarrer Lenz trommelte die Ellricher in der Kirche zusammen, die Stadt sagte ihre Unterstützung zu und Hendrik Petzold vom MDR erläuterte in der überfüllten Kirche das weitere Vorgehen. 

Ein Team wurde gebildet, die Vorbereitungen und das Training liefen an, die Finanzierung wurde durch Spenden gesichert. Das Team konnte alle (!) Wettkämpfe gewinnen und am 14. September stand fest: Ellrich ist der Gewinner des Wettbewerbs und 200.000 € fließen nach Ellrich. Die Rückkehr der Sieger vom letzten Kräftemessen glich einem Triumph und Ellrich feierte seine Helden bis spät in die Nacht.

Nach der Wende, mit dem Eintritt in eine freie Gesellschaft zeigte sich, dass die Menschen nicht in Lethargie verfallen waren oder den Kopf in den Sand steckten. Nein, ohne Aufforderung oder Ermutigung packten sie die schier unlösbar erscheinende Aufgabe an, die zur Ruine verfallene Kirche wieder aufzubauen, die Heimat neu zu gestalten. Und dürfen sich jetzt freuen, dass die Saat jahrelanger Arbeit aufgeht. Dafür allen herzlichen Dank.

Zum Stand der Dinge: Die Förderanträge für den Aufbau des Turmes durften eingereicht werden und liegen nun bei der Thüringer Aufbaubank zur Entscheidung. Die erforderlichen Eigenmittel wurden durch den Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zugesagt. Wir sind auf einem guten Weg! Und die Botschaft ist:

Ellrich kann´s!

 

 

Plädoyer für den Turm

Seit vielen Jahren bemühen sich Ellricher Bürger mit Unterstützung durch Stadt und Kirche intensiv um den Aufbau des Turmes an der Marktkirche. Da stellt sich unweigerlich die Frage: Was treibt sie an, so vehement und zäh um den Turm an der Marktkirche zu ringen, was haben sie davon?

Um diese Motivation zu verstehen, muss die jüngere Vergangenheit dieser kleinen Stadt am Südharz und ihrer Bewohner betrachtet werden.

Vor dem letzten Krieg war Ellrich ein bedeutendes touristisches und ökonomisches Regionalzentrum im Südharz. Die „Stadt der Segelflieger und der ruhigen Erholung“, so die damalige Werbebotschaft, konnte mit der Bahn erreicht werden, hatte eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur mit Hotels, Gaststätten und Freizeitangeboten sowie lohnenden Ausflugszielen in der näheren Umgebung. Die Karstlandschaft mit den weißen Felsen und eigentümlichen Höhlen, der Harz mit Wanderwegen und Kletterfelsen, das Kloster Walkenried mit den imposanten Ruinen und die mittelalterlichen Städte rund um den Harz. Sülzhayn, heute ein Ortsteil von Ellrich, war bekannt für seine Lungenheilstätten und wurde auch „Davos des Ostens“ genannt.

In Ellrich waren die Oberschulen für die Region, deren Schüler auch aus den umliegenden Dörfern kamen, die heute in Niedersachsen liegen und wo auch heute noch die thüringische Mundart gesprochen wird. Gipswerke, Textilverarbeitung und Holzwirtschaft prägten eine prosperierende Industrie.

Im Zentrum der Stadt befand sich die Marktkirche St. Johannis mit den imponierenden Turmhelmen und einem Glockengeläut, das in der gesamten Region zu hören war. Der Turm von St.Johannis wurde so über die Jahrhunderte zu einem Symbol im Südharz, das für Heimat und Bodenständigkeit der Menschen stand.  

Ellrich hatte aber auch, wie kaum eine andere Stadt in Deutschland, schwer unter den jeweiligen politischen Verhältnissen zu leiden. Zu Zeiten der Nazi-Herrschaft befand sich hier das KZ Dora und, in unmittelbarer Nähe, das Rüstungsprojekt Kohnstein mit verheerenden Auswirkungen auf Land und Leute.

Zu DDR-Zeiten verlief die Grenze direkt an der Stadt. Ellrich lag als einzige Stadt der DDR im 5 km-Sperrgebiet und Teile des Stadtgebietes in der 500 m-Schutzzone. Die Maßnahmen des DDR-Regimes zur Grenzsicherung beeinflussten unmittelbar das Leben in der Stadt. Es kam zu Aussiedlungen von unbescholtenen Bürgern (z.B. Aktion „Ungeziefer“) und zu scharfen Restriktionen gegen die Bevölkerung.

Eine unmittelbare Folge der DDR-Politik war, dass viele aktive und leistungsorientierte Menschen die Stadt verließen, oft auch Richtung Westen. Andererseits bestimmten die Grenztruppen und die ins zivile Leben gewechselten Soldaten zunehmend das öffentliche Leben.

In dieser Zeit, Anfang der 1960-er Jahre, wurden am Turm der St.Johanniskirche erhebliche statische Probleme festgestellt, die allerdings auf weit zurückliegenden Ursachen beruhten. Diese Baufälligkeiten waren den DDR-Behörden ein willkommener Anlass, den Abriss des 1000-jährigen Kirchengebäudes zu fordern. War doch die Kirche mit ihren Turmhelmen und dem beeindruckenden Geläut weit über die „Staatsgrenze“ hinaus ein Signal für die Verbundenheit von Ost und West.

So wurde schließlich der Turm abgetragen und die Kirche verfiel zu einer traurigen Ruine. Mit dem Verfall der Kirche, der ständigen Angst vor Repressalien, der Abgrenzung der Stadt nach allen Richtungen und der Unterwanderung der Bevölkerung entstand in den Menschen schließlich eine Lethargie, die bis heute nachwirkt und die es zu überwinden gilt.

Nach der Wende gelang es Ellricher Bürgern in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche, der Stadt Ellrich und dem Freistaat Thüringen, das Kirchenschiff wiederherzurichten. Aber erst mit dem Turm wird das Bauensemble wieder voll hergestellt sein, die Stadt ihr altes Gesicht bekommen und die Identifikation mit der Heimat ermöglicht.

Ganz im Sinne der touristischen Tradition sehen die Nutzungskonzepte der Evangelische Kirche und der Stadt Ellrich übereinstimmend vor, die Kirche zu einer sozio-kulturellen Netzwerk- oder Begegnungskirche zu entwickeln. Dabei hat die Transformation der ehemaligen „Grenzkirche“ zu einer „Begegnungskirche“ eine hohe politische Symbolkraft als Versöhnungszeichen im 30. Jahr der deutschen Einheit.

Ellrich, inzwischen auch gut über die Autobahn A38 zu erreichen, liegt am Europäischen Grünen Band, dem ehemaligen Eisernen Vorhang, einem weltweit einzigartigem ökologischem Netzwerk durch ganz Europa, welches heute Menschen und Natur verbindet und Symbol für einen friedlichen Wandel ist. Der europäische Fernradweg (EuroVelo 13 – Iron Curtain Trail) verläuft in unmittelbarer Nähe und ist eine weitere überregional wahrnehmbare Attraktion.

Das repräsentative Kulturdenkmal ist mit einem Veranstaltungsraum in der Kirche (ca. 560 m2) ein zentraler Anlaufpunkt für Konzerte, Tagungen, Lesungen, Ausstellungen, Workshops, Versammlungen sowie Gottesdienst, Taufe, Konfirmation, Trauung, Trauer und Alltagskirche.

Auch die bisher weitgehend fehlende touristische Infrastruktur (z.B. Tourist-information, WC) wird mit dem Neubau des Turmes geschaffen. Auf über 300 m2 entstehen die Voraussetzungen zur Entwicklung des Tourismus mit Veranstaltungsräumen und Besucherinformationen, die auf die Besonderheiten der Stadtgeschichte (Mittelalter, NS-Zeit mit Konzentrationslager, DDR-Grenzregime und Grenzkirche) verweisen. Der Blick aus den Fenstern und von der Aussichtsplattform fällt auf die ehemalige Grenze (das heutige Grüne Band), das KZ-Außenlager Dora und die Frauenbergskirche als eine der ältesten Kirchen in Thüringen.

Kooperationen mit touristischen Angeboten im Umland werden dabei unter Bezug zum Thüringer Kulturkonzept ausdrücklich angestrebt, die Stadt Ellrich ist Mitglied im Tourismusverband Südharz/ Kyffhäuser.

Was also haben die Ellricher von diesem Turm? – Die Wiederbelebung einer liebenswerten Stadt als kulturelles Regionalzentrum und Sehnsuchtsort vieler Generationen, ein deutliches Zeichen für das „Wunder der deutschen Einheit“ und die Gewissheit, dass Zwang, Willkür und Teilung endgültig überwunden sind.

Zeitspuren - ein anderer Blick auf St. Johannis

Zu DDR-Zeiten wurde von staatlicher Seite der Abriss der St. Johanniskirche in Ellrich geplant. Über das Bemühen der Evangelischen Kirche, das historische Kirchengebäude in der Sperrzone zu erhalten, sprach der Architekt und Kirchenbauoberrat i.R. Michael Sußmann aus Magdeburg, der im Auftrag des damaligen Bischofs Dr.Demke mit der Abwehr dieses Ansinnens betraut war.

Die Hospitalkirche war voll, ca. 70 Zuhörer lauschten dem fundiert recherchierten und angenehm vorgetragenen Bericht über die Baugeschichte der Johanniskirche.

Ellricher Stadtrat unterstützt Glockenturmverein

In der Sitzung des Ellricher Stadtrates vom 19.02.2018 wurde der folgende Beschluss einstimmig verabschiedet (Beschluss-Nr. 238-14/19):

"Der Stadtrat der Stadt Ellrich beschließt den Förderverein "Wiederaufbau Glockenturm St.Johannis in Ellrich e.V." beim Wiederaufbau der Glockentürme zu unterstützen."

Diese Beschlussvorlage wurde mit dem Bauausschuss und dem Hauptausschuss der Stadt Ellrich abgestimmt.

Damit wurde die durch das Architekturbüro SMITS+TANDLER vorgelegte Zielplanung auch durch den Stadtrat Ellrich bestätigt, die Zustimmung des Gemeindekirchenrates erfolgte bereits im April 2018.

 

Bestandsaufmaß fertiggestellt

Durch das Büro für Photogrammetrie/Vermessung A. Kühn aus Jena wurde die bestehende Bausubstanz der Kirche einschließlich der näheren Umgebung photometrisch vermessen.

Damit liegen nun exakte Daten für folgende Ebenen vor:

- Lage- und Höhenplan
- Grundriss Erdgeschoss
- Teilgrundriss Dachgeschoss
- Dachdraufsicht
- Längsschnitt
- Querschnitt 1
- Querschnitt 2
- Orthofoto

Die Daten werden für die anstehende Feinplanung der Glockentürme benötigt.

Offene Kirche - St. Johannis in Ellrich geöffnet

Offene Kirche - auch St. Johannis in Ellrich macht mit! Die Ellricher Hauptkirche ist von April bis Oktober täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Bei Gottesdiensten und Veranstaltungen kann die Kirche für deren Dauer geschlossen werden.

Neben religiösen Angeboten stellt der Glockenturmverein Materialien zum Wiederaufbau der Türme vor.

 

Kirchturm-Varianten

Masterstudenten der Bauhaus-Universität Weimar haben eigene Entwürfe für die Türme unserer Haupkirche St. Johannis entwickelt. Vom 13.12.2016 bis 6.01.2017 wurden diese studentischen Entwürfe im Hauptgebäude der Universität präsentiert.

Diese Konzepte sind ausdrücklich keine Alternativen zum geplanten Wiederaufbau der historischen Türme. Sie sollen aber die Diskussion um Kirchenbauten in der heutigen Zeit bereichern.

Der Glockenturmverein zeigt diese Arbeiten in einer Ausstellung im "Café Nikolai" in Ellrich ab 1. März 2017. Dabei wird jeder Entwurf für ca. 2 Wochen zu betrachten sein.

Wir bedanken uns herzlich bei Antje und Jürgen Weyand für ihre Unterstützung.

 

Die Turmreste sind überdacht!

Am 16.12.2014 wurden die Arbeiten zum Aufbau des Pultdaches beendet, die mittelalterlichen Turmreste sind nunmehr weitgehend geschützt gegen Witterungseinflüsse.

Die Gerüste wurden abgebaut, die Baustelle ist beräumt und die Sanierung des Natursteinmauerwerkes steht im Jahre 2015 an. Auch dafür werden wieder finanzielle Mittel benötigt, an denen sich der Glockenturmverein beteiligen wird.

 

 

 

 

 

Die Glocken der St. Johanniskirche

Etwas verlassen und leicht angerostet stehen sie heutzutage rechts und links des Altarraumes im weiten Kirchenschiff: Die Glocken der St.Johanniskirche. Liebevoll geschmückt zwar durch die Kirchengemeinde zu festlichen Anlässen, bestaunt und begutachtet von Besuchern der Kirche, aber doch stumm und fernab ihrer Bestimmung.

Und was muss das doch für ein Festumzug in Ellrich gewesen sein, als am 3. Januar 1908 die vom Bochumer Gussstahlverein gegossenen und gelieferten Glocken am Bahnhof ankamen und auf vier Tafelwagen durch die Straßen der Stadt zur Kirche geleitet wurden. Stolz waren die Ellricher, dass der Wiederaufbau der Kirche nach dem verheerenden Brand von 1907 schon so bald wieder abgeschlossen war. Zwar war der Moll-Akkord h-d1-f1-gis1 ein ungewohnter Klang, war man doch an den schönen Dur-Akkord c1-e1-g1 gewöhnt. Aber, wie der damalige Oberpfarrer Reinicke zu berichten wusste, kam selbst aus den umliegenden Dörfern viel Zustimmung für dieses festliche Geläut im „Plenum“, wenn also alle vier Glocken gleichzeitig ertönten.

Die erste und größte Glocke (Nennton h) wiegt ohne Klöppel etwa 46 Zentner und trägt die Inschrift: „EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE, FRIEDE AUF ERDEN UND DEN MENSCHEN EIN WOHLGEFALLEN“. Die Glocke mit dem Nennton d1 (27 Zentner) trägt die Inschrift nach dem bekannten Kirchenlied von Martin Luther: „EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT“. Zwanzig Zentner wiegt die Glocke mit dem Nennton f1, sie trägt die Inschrift: „FRIEDE SEI MIT EUCH!“. Die kleinste Glocke (Nennton gis1) wiegt immerhin noch 14 Zentner und verkündet die Einladung: „KOMMT, DENN ES IST ALLES BEREIT“.

Das Festgeläut der St.Johanniskirche wurde 1955 vom damaligen staatlichen Rundfunk der DDR aufgezeichnet, zu besonderen Anlässen ist diese Aufnahme in der Kirche zu hören. Letztmalig erklangen die Glocken im Dezember 1957, bevor sie 1962 ausgebaut wurden. 1964/1965 wurden die Glockentürme bis auf wenige Reste abgerissen, die nun selbst auch noch vor dem Verfall stehen.

Der Glockenturmverein hat mit dem Glockenbeauftragten des Landeskirchenamtes über Maßnahmen zur Bewahrung der Glocken gesprochen. Danach ist davon auszugehen, dass diese Glocken eine hohe Standfestigkeit besitzen, so dass die berechtigte Hoffnung besteht, dieses festliche Geläut wieder in Ellrich zu hören. Auch der Klang der Glocken der Ellricher Hauptkirche ist ein Stück Heimat, das es zu bewahren gilt. Dafür bittet der Glockenturmverein um breite Unterstützung.

(Ellricher Zeitung, Februar 2014)