Herzlich Willkommen,

hier finden Sie Informationen zum Wiederaufbau der Glockentürme in Ellrich
durch den Förderverein „Wiederaufbau Glockenturm St. Johannis in Ellrich“ e. V..

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Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail, falls Sie Mitglied im Verein werden möchten oder Fragen zu unserer Vereinsarbeit haben. Wir freuen uns über jede Unterstützung!

E-Mail:     info(at)johanniskirche-ellrich.de

Wir trauern um Rainer Levie

Lieber Rainer,

Du bist uns so nah – und dennoch unerreichbar. Gestern noch haben wir miteinander gesprochen, Pläne gemacht, nach Lösungen gesucht, von alten Tagen geschwärmt. Du warst, wie eigentlich immer, mit dem Herzen dabei, mit dem Kopf sowieso, und Dein ansteckendes Lachen klingt uns noch immer in den Ohren. Auch Dein Urteil war uns immer wichtig, geradlinig und meist ohne Schnörkel, oft auch sehr bestimmt, Kompromisse waren nicht so Dein Ding. Aber Leidenschaft war immer dabei, selbst bei den alltäglichen Widrigkeiten hast Du Dich mit Vehemenz eingebracht.

Auch von schier unlösbar scheinenden Aufgaben hast Du Dich nicht abschrecken lassen. Einen Turm bauen für die St. Johanniskirche? Machen wir! Du warst sofort dabei, gehörtest zu den Ersten, die dieses Projekt angingen. Und hast ständig mitgearbeitet, Ideen entwickelt, Gelder beschafft, Leute überzeugt und in endlosen Sitzungen all die Steinchen mit zusammengetragen, die sich nun zum Turm formen. Da gehört schon ein starker Wille und eine gehörige Portion Zähigkeit dazu, um sich von den Tiefschlägen nicht entmutigen zu lassen und zielstrebig weiter am anvisierten Ziel festzuhalten. Es war auch Deine Tatkraft und eine Prise Sturheit, dass wir diesen Weg immer weiter gegangen sind. Wir wissen nicht, wann wir unser Ziel letztlich erreichen, Du jetzt vielleicht schon. Und das hast Du uns nun voraus!

Wenn wir nur an die letzten Wochen denken, als Du Dich so intensiv um die Vorbereitungen für den MDR-Wettbewerb gekümmert hast. Du hast Dich mit Herzblut reingekniet, wusstest nur zu gut, welche große Chance das für uns und die Heimat ist. Du hast Trainingsgeräte beigebracht, das Team geformt. Du hast Dir Übungen einfallen lassen, auch wenn diese manchmal buchstäblich ins Wasser fielen. Und auch Dein Verdienst ist es, dass Ellrich mit diesem wunderbaren Team den Wettbewerb gewinnen konnte. Wie haben wir uns miteinander gefreut! Ein großer Ruck ist durch Ellrich gegangen und von der Fernsehshow in und um die Kirche wird man noch lange sprechen. Und Du warst mittendrin, hast eine mitreißende Freude ausgestrahlt über das gemeinsam Erreichte. Und noch immer ist dieser Rausch nicht abgeklungen – bis, ja bis Du eines Abends auf Dein Fahrrad gestiegen bist...

Lieber Rainer, es war schön mit Dir, das wollten wir Dir noch sagen. Und dass wir Dich in guten Händen wissen.

Dein Glockenturmverein und das ganze „Mach dich ran“-Team

Große Freude rund um die Kirche

Was war das für ein Abend! Das Team aus Ellrich hat den Wettbewerb "Mach dich ran" des MDR-Fernsehens gewonnen und ein Preisgeld von 200.000 € für St. Johannis erhalten. Symbolisch wurde der Scheck am Freitag durch Frau Dr. Hasenclever, Geschäftsführerin der Stiftung KiBa, in der TV-Show "Oh happy day" an den Ellricher Pfarrer Jochen Lenz übergeben. Gratuliert hat auch der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow, der unangekündigt die Show besuchte und die unermüdliche Arbeit der Ellricher für ihre Kirche würdigte.

Schon 2018 war der Ministerpräsident in Ellrich, um sich selbst ein Bild von der Arbeit des Glockenturmvereins zu machen und schon damals sagte er seine Unterstützung für dieses Projekt zu. Seit 10 Jahren arbeitet der Verein daran, den Turm an der Kirche wieder entstehen zu lassen und ist nun seinem Ziel wieder ein Stück näher gekommen.

Natürlich ist die intensive Arbeit der Vereinsmitglieder auch in der Öffentlichkeit deutlich geworden und hat schließlich dazu geführt, dass die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland in Würdigung der bisherigen Arbeit der Kirchengemeinde Ellrich und dem Glockenturmverein die Teilnahme am Wettbewerb der KiBa angeboten hat. Diese Chance haben wir genutzt und unsere Teilnahme im Frühjahr 2019 zugesagt.

Im Mai hat der MDR dann die Teilnahme der Ellricher an diesem Wettbewerb bestätigt, und jetzt musste alles ganz schnell gehen: Pfarrer Lenz trommelte die Ellricher in der Kirche zusammen, die Stadt sagte ihre Unterstützung zu und Hendrik Petzold vom MDR erläuterte in der überfüllten Kirche das weitere Vorgehen. 

Ein Team wurde gebildet, die Vorbereitungen und das Training liefen an, die Finanzierung wurde durch Spenden gesichert. Das Team konnte alle (!) Wettkämpfe gewinnen und am 14. September stand fest: Ellrich ist der Gewinner des Wettbewerbs und 200.000 € fließen nach Ellrich. Die Rückkehr der Sieger vom letzten Kräftemessen glich einem Triumph und Ellrich feierte seine Helden bis spät in die Nacht.

Nach der Wende, mit dem Eintritt in eine freie Gesellschaft zeigte sich, dass die Menschen nicht in Lethargie verfallen waren oder den Kopf in den Sand steckten. Nein, ohne Aufforderung oder Ermutigung packten sie die schier unlösbar erscheinende Aufgabe an, die zur Ruine verfallene Kirche wieder aufzubauen, die Heimat neu zu gestalten. Und dürfen sich jetzt freuen, dass die Saat jahrelanger Arbeit aufgeht. Dafür allen herzlichen Dank.

Zum Stand der Dinge: Die Förderanträge für den Aufbau des Turmes durften eingereicht werden und liegen nun bei der Thüringer Aufbaubank zur Entscheidung. Die erforderlichen Eigenmittel wurden durch den Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zugesagt. Wir sind auf einem guten Weg! Und die Botschaft ist:

Ellrich kann´s!

 

 

Plädoyer für den Turm

Seit vielen Jahren bemühen sich Ellricher Bürger mit Unterstützung durch Stadt und Kirche intensiv um den Aufbau des Turmes an der Marktkirche. Da stellt sich unweigerlich die Frage: Was treibt sie an, so vehement und zäh um den Turm an der Marktkirche zu ringen, was haben sie davon?

Um diese Motivation zu verstehen, muss die jüngere Vergangenheit dieser kleinen Stadt am Südharz und ihrer Bewohner betrachtet werden.

Vor dem letzten Krieg war Ellrich ein bedeutendes touristisches und ökonomisches Regionalzentrum im Südharz. Die „Stadt der Segelflieger und der ruhigen Erholung“, so die damalige Werbebotschaft, konnte mit der Bahn erreicht werden, hatte eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur mit Hotels, Gaststätten und Freizeitangeboten sowie lohnenden Ausflugszielen in der näheren Umgebung. Die Karstlandschaft mit den weißen Felsen und eigentümlichen Höhlen, der Harz mit Wanderwegen und Kletterfelsen, das Kloster Walkenried mit den imposanten Ruinen und die mittelalterlichen Städte rund um den Harz. Sülzhayn, heute ein Ortsteil von Ellrich, war bekannt für seine Lungenheilstätten und wurde auch „Davos des Ostens“ genannt.

In Ellrich waren die Oberschulen für die Region, deren Schüler auch aus den umliegenden Dörfern kamen, die heute in Niedersachsen liegen und wo auch heute noch die thüringische Mundart gesprochen wird. Gipswerke, Textilverarbeitung und Holzwirtschaft prägten eine prosperierende Industrie.

Im Zentrum der Stadt befand sich die Marktkirche St. Johannis mit den imponierenden Turmhelmen und einem Glockengeläut, das in der gesamten Region zu hören war. Der Turm von St.Johannis wurde so über die Jahrhunderte zu einem Symbol im Südharz, das für Heimat und Bodenständigkeit der Menschen stand.  

Ellrich hatte aber auch, wie kaum eine andere Stadt in Deutschland, schwer unter den jeweiligen politischen Verhältnissen zu leiden. Zu Zeiten der Nazi-Herrschaft befand sich hier das KZ Dora und, in unmittelbarer Nähe, das Rüstungsprojekt Kohnstein mit verheerenden Auswirkungen auf Land und Leute.

Zu DDR-Zeiten verlief die Grenze direkt an der Stadt. Ellrich lag als einzige Stadt der DDR im 5 km-Sperrgebiet und Teile des Stadtgebietes in der 500 m-Schutzzone. Die Maßnahmen des DDR-Regimes zur Grenzsicherung beeinflussten unmittelbar das Leben in der Stadt. Es kam zu Aussiedlungen von unbescholtenen Bürgern (z.B. Aktion „Ungeziefer“) und zu scharfen Restriktionen gegen die Bevölkerung.

Eine unmittelbare Folge der DDR-Politik war, dass viele aktive und leistungsorientierte Menschen die Stadt verließen, oft auch Richtung Westen. Andererseits bestimmten die Grenztruppen und die ins zivile Leben gewechselten Soldaten zunehmend das öffentliche Leben.

In dieser Zeit, Anfang der 1960-er Jahre, wurden am Turm der St.Johanniskirche erhebliche statische Probleme festgestellt, die allerdings auf weit zurückliegenden Ursachen beruhten. Diese Baufälligkeiten waren den DDR-Behörden ein willkommener Anlass, den Abriss des 1000-jährigen Kirchengebäudes zu fordern. War doch die Kirche mit ihren Turmhelmen und dem beeindruckenden Geläut weit über die „Staatsgrenze“ hinaus ein Signal für die Verbundenheit von Ost und West.

So wurde schließlich der Turm abgetragen und die Kirche verfiel zu einer traurigen Ruine. Mit dem Verfall der Kirche, der ständigen Angst vor Repressalien, der Abgrenzung der Stadt nach allen Richtungen und der Unterwanderung der Bevölkerung entstand in den Menschen schließlich eine Lethargie, die bis heute nachwirkt und die es zu überwinden gilt.

Nach der Wende gelang es Ellricher Bürgern in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche, der Stadt Ellrich und dem Freistaat Thüringen, das Kirchenschiff wiederherzurichten. Aber erst mit dem Turm wird das Bauensemble wieder voll hergestellt sein, die Stadt ihr altes Gesicht bekommen und die Identifikation mit der Heimat ermöglicht.

Ganz im Sinne der touristischen Tradition sehen die Nutzungskonzepte der Evangelische Kirche und der Stadt Ellrich übereinstimmend vor, die Kirche zu einer sozio-kulturellen Netzwerk- oder Begegnungskirche zu entwickeln. Dabei hat die Transformation der ehemaligen „Grenzkirche“ zu einer „Begegnungskirche“ eine hohe politische Symbolkraft als Versöhnungszeichen im 30. Jahr der deutschen Einheit.

Ellrich, inzwischen auch gut über die Autobahn A38 zu erreichen, liegt am Europäischen Grünen Band, dem ehemaligen Eisernen Vorhang, einem weltweit einzigartigem ökologischem Netzwerk durch ganz Europa, welches heute Menschen und Natur verbindet und Symbol für einen friedlichen Wandel ist. Der europäische Fernradweg (EuroVelo 13 – Iron Curtain Trail) verläuft in unmittelbarer Nähe und ist eine weitere überregional wahrnehmbare Attraktion.

Das repräsentative Kulturdenkmal ist mit einem Veranstaltungsraum in der Kirche (ca. 560 m2) ein zentraler Anlaufpunkt für Konzerte, Tagungen, Lesungen, Ausstellungen, Workshops, Versammlungen sowie Gottesdienst, Taufe, Konfirmation, Trauung, Trauer und Alltagskirche.

Auch die bisher weitgehend fehlende touristische Infrastruktur (z.B. Tourist-information, WC) wird mit dem Neubau des Turmes geschaffen. Auf über 300 m2 entstehen die Voraussetzungen zur Entwicklung des Tourismus mit Veranstaltungsräumen und Besucherinformationen, die auf die Besonderheiten der Stadtgeschichte (Mittelalter, NS-Zeit mit Konzentrationslager, DDR-Grenzregime und Grenzkirche) verweisen. Der Blick aus den Fenstern und von der Aussichtsplattform fällt auf die ehemalige Grenze (das heutige Grüne Band), das KZ-Außenlager Dora und die Frauenbergskirche als eine der ältesten Kirchen in Thüringen.

Kooperationen mit touristischen Angeboten im Umland werden dabei unter Bezug zum Thüringer Kulturkonzept ausdrücklich angestrebt, die Stadt Ellrich ist Mitglied im Tourismusverband Südharz/ Kyffhäuser.

Was also haben die Ellricher von diesem Turm? – Die Wiederbelebung einer liebenswerten Stadt als kulturelles Regionalzentrum und Sehnsuchtsort vieler Generationen, ein deutliches Zeichen für das „Wunder der deutschen Einheit“ und die Gewissheit, dass Zwang, Willkür und Teilung endgültig überwunden sind.

Ein Rückblick auf 2018

Ja, ein arbeitsreiches Jahr war 2018 schon für den Glockenturmverein, aber auch ein Jahr mit vielen Höhepunkten. Das ging schon richtig gut los: Im Februar beschloss der Stadtrat Ellrich einstimmig, den Verein beim Wiederaufbau des Glockenturmes von St. Johannis zu unterstützen, ein wichtiges Signal für die weitere Arbeit, für das wir uns auch hier nochmals bedanken.

Im April referierte der ehemalige Kirchenbauamtsleiter der Kirchenprovinz Sachsen, Michael Sußmann, auf Einladung des Glockenturmvereins über die Hintergründe der Abrisspläne für die St. Johanniskirche zu DDR-Zeiten. Als Zeitzeuge konnte er dabei aus erster Hand berichten und die damaligen Vorgänge belegen. Betriebliche Unterlagen der an den Abrissarbeiten beteiligten Firmen konnte der Verein übrigens aus dem Internet erwerben, um sie einer historischen Aufarbeitung zur Verfügung zu stellen.

Auf Einladung unseres Vereins und mit Unterstützung durch Karl-Heinz Kindervater besuchte der Ministerpräsident des Landes Thüringen, Bodo Ramelow, im Mai die Kirche, um sich über den Stand der Turmbauarbeiten zu informieren. Nach einer Führung durch das Gebäude und der Erläuterung der vorgelegten Zielplanung durch den Architekten Peter Tandler sagte er seine Unterstützung für die Aufbauarbeiten zu. Aus diesem Kontakt ergaben sich bisher mehrere wichtige Hinweise für unsere weitere Arbeit.

Zum 10-jährigen Jubiläum der Wiederweihe besuchte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Manfred Grund, im Juni die Kirche. Nach Übergabe unserer Zielplanung meldete sich später dessen persönlicher Referent telefonisch und sagte seine Unterstützung bei der Beschaffung von Fördergeldern zu. Über die Feier zur Wiederweihe und den Stand des Turmprojektes berichtete auch Radio MDR Kultur und führte damit eine Reportage aus den Vorjahren weiter.

Auf Initiative des Glockenturmvereins unterzeichneten die Stadt Ellrich und die Evangelische Kirchengemeinde Ellrich im Juli eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Nutzung der St. Johanniskirche inklusive des Turms. Diese Erklärung war erforderlich, um weitere Fördermöglichkeiten erschließen zu können.

Zum Schützenfest 2018 hatte der Verein zum nun schon traditionellen Bücherbasar in die Kirche eingeladen, etwa 400 Bücher fanden neue Leser. Nachdem im Vorjahr ein Kabarett für viel Heiterkeit in der Kirche sorgte, wurde es in diesem Jahr besinnlich: In einer „Heimatandacht“ sprach Karl-Heinz Kindervater als Prädikant über die Gnade einer sicheren Heimat in bewegten Zeiten und berührte damit ein sehr aktuelles Thema. Umrahmt wurde diese Andacht durch einen ukrainischen Organisten, dessen meditative Musik Innehalten und Besinnung ermöglichte.

Die Evangelische Landeskirche Mitteldeutschlands beabsichtigt, die St. Johanniskirche als Begegnungs- oder Netzwerkkirche zu entwickeln. Um diese Chance zu unterstützen, hat der Verein zwei „Hörkreise“ unterstützt, zu denen der Regisseur und Künstler Jürg Montalta eingeladen hatte und die eine bewegende Resonanz erfuhren.

Nach Hinweisen aus der Thüringer Staatskanzlei haben wir im Oktober eine Überarbeitung der bestehenden Zielplanung vornehmen lassen, die die Konzeption des Turmes so auslegt, dass die Räumlichkeiten im Turm insbesondere für öffentlich-rechtliche und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden können und die dazu notwendigen Voraussetzungen (z.B. Fluchtwege) erfüllen. Diese neue Zielplanung ist eine Voraussetzung, um weitere Fördermittel beantragen zu können.

Die seit 2013 anstehenden Bemühungen um eine Vereinigung der bestehenden Fördervereine haben nach Hinweisen aus der Staatskanzlei eine neue Dynamik bekommen. Obwohl beide Vereine bisher stets eng und partnerschaftlich an gemeinsamen Projekten gearbeitet haben, werden sie sich zu einem Kirchenbauverein zusammenschließen. Im September und Oktober fanden dazu Vorgespräche statt, in denen auch eine neue Satzung besprochen wurde, die ein starkes Engagement des entstehenden Kirchenbauvereins für beide evangelischen Kirchen (Marktkirche und Frauenbergskirche) Ellrichs vorsieht. Dabei ist insbesondere die revisionssichere Verwendung aller finanziellen Mittel (z.B. Spenden, Mitgliedsbeiträge, Fördermittel) sicherzustellen. Weitere intensive Gespräche sind daher notwendig, mit denen uns die Mitgliederversammlung beauftragt hat.

Wir möchten uns bei allen herzlich bedanken, die unsere Arbeit bisher so vielfältig gefördert haben und hoffen, dass wir auch weiterhin auf eine breite Unterstützung zum Aufbau und zum Erhalt der Ellricher Kirchen vertrauen dürfen. Geht es doch um viel – um unsere Heimat.

Bildrechte: SMITS+TANDLER, Erfurt

Protokoll der Mitgliederversammlung 2018


Tagungsort und -termin: Gaststätte „Schwarzer Adler“ in Ellrich, 15.11.2018, 19:00 – 21:30 Uhr

Teilnehmer: siehe Anwesenheitsliste

TOP 1: Begrüßung und Wahl des Versammlungsleiters

  • Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden der Fördervereins Martin Bischoff
  • Auf Vorschlag von Martin Bischoff wird Benjamin August per Handzeichen einstimmig zum Versammlungsleiter gewählt. Herr August nimmt die Wahl an.

TOP 2: Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und der Beschlussfähigkeit

  • Der Versammlungsleiter stellt die ordnungsgemäße Einladung aller Mitglieder fest. Die Mitgliederversammlung ist somit beschlussfähig.
  • Die Mitgliederversammlung beschließt einstimmig durch Handzeichen die Aufnahme folgender Punkte in die Tagesordnung:

Nach TOP 2 stellt Herr Tandler die überarbeitete Zielplanung vor.

Nach TOP 3 folgt ein Beschluss der Mitgliederversammlung zur Vereinigung mit dem Partnerverein „Förderkreis“.

TOP 2 a: Vortrag Herr Tandler zur Überarbeiteten Zielplanung

  • Herr Tandler vom Architekturbüro SMITS & TANDLER stellt die überarbeitete Zielplanung vor.
  • Nach Aussprache wird die überarbeitete Zielplanung per Handzeichen einstimmig bestätigt.

TOP 3: Rechenschaftsbericht des Vorstands, Diskussion und Entlastung des Vorstands

  •  Der Vorsitzende trägt den schriftlich vorliegenden Rechenschaftsbericht zur Vereinsarbeit vor.
  • Der Rechenschaftsbericht wird nach ausführlicher Aussprache per Handzeichen einstimmig genehmigt. Nach Aussprache wird der Vorstand per Handzeichen einstimmig entlastet.

TOP 3 a: Beschluss zur Vereinigung der Vereine

  • Beschlusstext:

Die Mitgliederversammlung beauftragt den Vorstand des Vereins mit der Aufnahme von Gesprächen mit dem „Förderkreis zum Wiederaufbau der St. Johanniskirche in Ellrich“ zur Vereinigung der Vereine.

Der Vorstand wird ermächtigt, zwei Beauftragte zur Absprache von Einzelheiten und zur Aushandlung eines Verschmelzungsvertrages zu benennen.

Der Vorstand wird mit der Ausarbeitung und Abstimmung einer Satzung für den neuen Verein beauftragt.

Der Vorstand wird beauftragt, nach Vorlage sämtlicher Unterlagen und Informationen eine Mitgliederversammlung einzuberufen, um die Mitglieder ausführlich zu informieren und Ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Im Ergebnis dieser Aussprache entscheidet die Mitgliederversammlung über den Vollzug der Vereinigung.

  • Die Beschlussvorlage wird nach ausführlicher Aussprache per Handzeichen einstimmig genehmigt.

TOP 4: Bericht des Kassenwarts, Bestätigung durch die Kassenprüfer

  • Der Kassenwart Werner Zinram berichtet über die finanzielle Situation des Vereins.
  • Die Kassenprüfer Hans-Joachim Reichhardt und Jürgen Köcher bestätigen die ordnungsgemäße Führung der Kasse. Bei der Prüfung wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt.
  • Nach Aussprache werden der Kassenwart und der Vorstand per Handzeichen einstimmig entlastet.

TOP 5: Wahl der Kassenprüfer

  • Auf Vorschlag des Versammlungsleiters werden als Kassenprüfer per Handzeichen einstimmig gewählt:

Peter Drechsler, Ellrich

Hans-Joachim Reichhardt, Ellrich

  • Die gewählten Personen haben die Wahl angenommen.

TOP 6: Allgemeine Aussprache

  • Herr Pasenow (Bürgermeister der Stadt Ellrich) bestätigt die Arbeit des Vereins und sagt die Unterstützung der Stadt zu. Ein Vertrag zwischen der Stadt und dem GKR zur gemeinsamen Nutzung der Kirche wird abgestimmt und steht vor der Unterzeichnung.
  • Martin Bischoff schlägt die Markierung des Turmgeländes an der Kirche vor. Dazu sollte ein gemeinsamer Termin mit Stadtverwaltung und Pfarramt vereinbart werden.
  • In der allgemeinen Aussprache würdigen Benjamin August und Charlotte Lutze die bisherige Arbeit des Vorstands. Die Vereinsmitglieder bestätigen ausdrücklich die Arbeit und das Engagement des Vorstands.

Hörkreis - das tat gut....

Überraschend gut besucht war der "Hörkreis" am Donnerstag, 13.09.2018, in der St. Johanniskirche. Etwa 35 Teilnehmer fanden Platz im Altarraum, in zwei Kreisen waren die Stühle aufgestellt, damit auch wirklich alle den Erzählungen mühelos folgen konnten.

Jürg Montalta, der Modertator des Abends, stellte zunächst nochmals die Idee vor, die hinter dieser Veranstaltung steht: Jeder soll reden, alle hören zu, jedes Thema ist erlaubt, Widerrede oder Einspruch findet nicht statt.

Dann sprachen die Menschen über die Dinge, die sie bewegen oder bewegt haben. So etwa die Ärztin über ihre Kindheitserinnerungen an die Grenze und die damit verbundenen Traumata, eine junge Frau über ihre Suche nach Menschlichkeit und ehrlichen Kontakten, der Handwerksmeister über das Leben als selbständiger "Kapitalist" zu DDR-Zeiten. Die Themen reichten von sehr persönlichen Erfahrungen bis hin zur politischen Situation in Deutschland und der Welt.

Beeindruckend nach jeder Erzählung die Stille, die sich in der Kirche einstellte und den Raum füllte. Das Gehörte setzen lassen, verarbeiten und wieder aufnahmebereit werden für neue Erfahrungen.

Wir freuen uns auf den nächsten Hörkreis am 9. Oktober um 19 Uhr in der St. Johanniskirche und laden herzlich ein.

Zeitspuren - ein anderer Blick auf St. Johannis

Zu DDR-Zeiten wurde von staatlicher Seite der Abriss der St. Johanniskirche in Ellrich geplant. Über das Bemühen der Evangelischen Kirche, das historische Kirchengebäude in der Sperrzone zu erhalten, sprach der Architekt und Kirchenbauoberrat i.R. Michael Sußmann aus Magdeburg, der im Auftrag des damaligen Bischofs Dr.Demke mit der Abwehr dieses Ansinnens betraut war.

Die Hospitalkirche war voll, ca. 70 Zuhörer lauschten dem fundiert recherchierten und angenehm vorgetragenen Bericht über die Baugeschichte der Johanniskirche.

Ellricher Stadtrat unterstützt Glockenturmverein

In der Sitzung des Ellricher Stadtrates vom 19.02.2018 wurde der folgende Beschluss einstimmig verabschiedet (Beschluss-Nr. 238-14/19):

"Der Stadtrat der Stadt Ellrich beschließt den Förderverein "Wiederaufbau Glockenturm St.Johannis in Ellrich e.V." beim Wiederaufbau der Glockentürme zu unterstützen."

Diese Beschlussvorlage wurde mit dem Bauausschuss und dem Hauptausschuss der Stadt Ellrich abgestimmt.

Damit wurde die durch das Architekturbüro SMITS+TANDLER vorgelegte Zielplanung auch durch den Stadtrat Ellrich bestätigt, die Zustimmung des Gemeindekirchenrates erfolgte bereits im April 2018.

 

Bestandsaufmaß fertiggestellt

Durch das Büro für Photogrammetrie/Vermessung A. Kühn aus Jena wurde die bestehende Bausubstanz der Kirche einschließlich der näheren Umgebung photometrisch vermessen.

Damit liegen nun exakte Daten für folgende Ebenen vor:

- Lage- und Höhenplan
- Grundriss Erdgeschoss
- Teilgrundriss Dachgeschoss
- Dachdraufsicht
- Längsschnitt
- Querschnitt 1
- Querschnitt 2
- Orthofoto

Die Daten werden für die anstehende Feinplanung der Glockentürme benötigt.

Entwurf des Glockenturms als Postkarte erhältlich

Der Entwurf des Glockenturmes ist als Postkarte in Ellrich erhältlich, z.B. in der Apotheke, im Cafe Nikolai, bei Uhrmacher Bischoff, Optiker Gebler, Drogerie Köhler, Bäcker König, Gardinen Merx oder im "Schwarzen Adler".

Auch in der geöffneten St. Johanniskirche liegen Postkarten zum Mitnehmen aus. 

Die Postkarten sind kostenlos, um eine Spende in die bereitstehenden Sparschweine wird herzlich gebeten.

In der St. Johanniskirche liegt auch die Zielplanung für den Wiederaufbau der Türme aus und kann dort eingesehen werden.


Offene Kirche - St. Johannis in Ellrich geöffnet

Offene Kirche - auch St. Johannis in Ellrich macht mit! Die Ellricher Hauptkirche ist von April bis Oktober täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Bei Gottesdiensten und Veranstaltungen kann die Kirche für deren Dauer geschlossen werden.

Neben religiösen Angeboten stellt der Glockenturmverein Materialien zum Wiederaufbau der Türme vor.

 

Die Zielplanung ist fertig!

Am 02. März 2017 hat Herr Tandler vom Architekturbüro SMITS + TANDLER die Zielplanung für den Aufbau der Glockentürme den Vertretern der Gemeinde und der beiden Fördervereine vorgestellt. Diese Planung umfasst sowohl den Wiederaufbau der Glockentürme als auch den Ausbau des Kirchenraumes zur erweiterten, nachhaltigen kirchlichen und öffentlich-kulturellen Nutzung.

Das weitere Vorgehen wird in einer gemeinsamen Besprechung am 30.03.2017 im Pfarrhaus abgestimmt.

 

 

 

 

 

Kirchturm-Varianten

Masterstudenten der Bauhaus-Universität Weimar haben eigene Entwürfe für die Türme unserer Haupkirche St. Johannis entwickelt. Vom 13.12.2016 bis 6.01.2017 wurden diese studentischen Entwürfe im Hauptgebäude der Universität präsentiert.

Diese Konzepte sind ausdrücklich keine Alternativen zum geplanten Wiederaufbau der historischen Türme. Sie sollen aber die Diskussion um Kirchenbauten in der heutigen Zeit bereichern.

Der Glockenturmverein zeigt diese Arbeiten in einer Ausstellung im "Café Nikolai" in Ellrich ab 1. März 2017. Dabei wird jeder Entwurf für ca. 2 Wochen zu betrachten sein.

Wir bedanken uns herzlich bei Antje und Jürgen Weyand für ihre Unterstützung.

 

Endlich: Das Gerüst und der Bauzaun sind weg!

Dieses Datum sollten wir uns merken: Am 30.06.2016 konnte die Sanierung des Westgiebels zunächst abgeschlossen werden. Das Gerüst und die Bauzäune wurden abgebaut, die Kirche kann wieder durch den Haupteingang betreten werden. Damit haben wir ein erstes wichtiges Ziel erreicht, über das wir uns freuen und das uns Ansporn ist für die weitere Arbeit.

Jetzt, wo der Westgiebel geschützt und das Mauerwerk verfestigt ist, bietet die Kirche wieder ein Bild der Ruhe und Beschaulichkeit. Aber noch liegt viel Arbeit vor uns, erst mit dem Neubau der Türme werden wir unser Ziel erreicht haben.

 

 

EU unterstützt den Wiederaufbau der Glockentürme

Durch das "Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha" wurde dem Glockenturmverein der Zuwendungsbescheid nach der "Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung und der Revitalisierung von Brachflächen" für das Projekt "Erstellung Planungs- und Nutzungskonzept für den Wiederaufbau Glockenturm" zugestellt.

Gegenstand dieses Projektes ist die Erarbeitung prüffähiger Planungsunterlagen, Maßnahmen- und Kostenpläne nach den Bauabschnitten Glockenturm und Innenraum als Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln und für die Beratungen zu den Projektinhalten mit den zuständigen kirchlichen, denkmalfachlichen, baufachlichen und öffentlich-rechtlichen Institutionen sowie den entsprechenden Fachplanern.

Die Förderung erfolgt als Anteilsfinanzierung einer Projektförderung auf der Grundlage der beigefügten Kostenkalkulation. Das Vorhaben ist im Bewilligungszeitraum vom 10.06.2016 bis 01.10.2016 durchzuführen.

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

 

Die Arbeiten am Mauerwerk haben begonnen

Nachdem im letzten Jahr ein Schutzdach über dem Westgiebel der St. Johanniskirche errichtet wurde, um das mittelalterliche Mauerwerk vor Witterungseinflüssen zu schützen, wurde jetzt mit dem zweiten Bauabschnitt zur Sicherung der Turmreste begonnen.

Das Aufbringen eines Zementmörtels mit einer großen Härte in den 1990er Jahren sollte einer Verschlechterung des Mauerwerkgefüges entgegenwirken. Durch diese große Härte bildete sich eine schalenartige Struktur des Mörtels, es konnte  allerdings kein Verbund mit dem bestehenden Natursteinmauerwerk entstehen.

Damit konnte die Feuchtigkeit über die Fugen zwar eindringen, aber sehr schlecht wieder entweichen, was die Übersättigung des Altmauerwerkes mit Wasser erklärt. Durch die sehr weichen Fugen können die Steine im Mauerwerkverbund nicht mehr halten, so dass sich Steine herauslösen und zu einer Unfallgefahr werden.

Daher war die dringlichste Aufgabe, das vorhandene Mauerwerk durch Beseitigung der harten Zementschale zu trocken und vor weiteren Witterungseinflüssen zu schützen. Alle später aufgebrachten Putze und Verfugungen müssen entfernt werden, die oberflächlichen Zementverstriche sind abzuklopfen und die Fugen zu öffnen. Der gesamte Mauerbereich muss allseitig frei von Luft umspült werden können.

Und genau diese Arbeiten werden jetzt unter den Planen ausgeführt, die zum Schutz der Umwelt vor Staubbelastungen dienen. Alle gelockerten Steine werden entfernt und zwischengelagert für eine spätere Wiederverwendung beim Aufbau der Glockentürme.

Nach der vollständigen Austrocknung der Mauerreste können diese dann nach einer nochmaligen Untersuchung in die statische Konzeption der Glockentürme eingebunden werden.

Für diesen zweiten Bauabschnitt werden Kosten von 35.000,00 € veranschlagt. Daran beteiligen sich die Evangelische Kirchengemeinde Ellrich, das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, der Evangelische Kirchenkreis Südharz und der Glockenturmverein Ellrich.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die dies durch ihre Zuwendung und aktive Unterstützung ermöglicht haben.

 

Die Turmreste sind überdacht!

Am 16.12.2014 wurden die Arbeiten zum Aufbau des Pultdaches beendet, die mittelalterlichen Turmreste sind nunmehr weitgehend geschützt gegen Witterungseinflüsse.

Die Gerüste wurden abgebaut, die Baustelle ist beräumt und die Sanierung des Natursteinmauerwerkes steht im Jahre 2015 an. Auch dafür werden wieder finanzielle Mittel benötigt, an denen sich der Glockenturmverein beteiligen wird.

 

 

 

 

 

Die Glocken der St. Johanniskirche

Etwas verlassen und leicht angerostet stehen sie heutzutage rechts und links des Altarraumes im weiten Kirchenschiff: Die Glocken der St.Johanniskirche. Liebevoll geschmückt zwar durch die Kirchengemeinde zu festlichen Anlässen, bestaunt und begutachtet von Besuchern der Kirche, aber doch stumm und fernab ihrer Bestimmung.

Und was muss das doch für ein Festumzug in Ellrich gewesen sein, als am 3. Januar 1908 die vom Bochumer Gussstahlverein gegossenen und gelieferten Glocken am Bahnhof ankamen und auf vier Tafelwagen durch die Straßen der Stadt zur Kirche geleitet wurden. Stolz waren die Ellricher, dass der Wiederaufbau der Kirche nach dem verheerenden Brand von 1907 schon so bald wieder abgeschlossen war. Zwar war der Moll-Akkord h-d1-f1-gis1 ein ungewohnter Klang, war man doch an den schönen Dur-Akkord c1-e1-g1 gewöhnt. Aber, wie der damalige Oberpfarrer Reinicke zu berichten wusste, kam selbst aus den umliegenden Dörfern viel Zustimmung für dieses festliche Geläut im „Plenum“, wenn also alle vier Glocken gleichzeitig ertönten.

Die erste und größte Glocke (Nennton h) wiegt ohne Klöppel etwa 46 Zentner und trägt die Inschrift: „EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE, FRIEDE AUF ERDEN UND DEN MENSCHEN EIN WOHLGEFALLEN“. Die Glocke mit dem Nennton d1 (27 Zentner) trägt die Inschrift nach dem bekannten Kirchenlied von Martin Luther: „EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT“. Zwanzig Zentner wiegt die Glocke mit dem Nennton f1, sie trägt die Inschrift: „FRIEDE SEI MIT EUCH!“. Die kleinste Glocke (Nennton gis1) wiegt immerhin noch 14 Zentner und verkündet die Einladung: „KOMMT, DENN ES IST ALLES BEREIT“.

Das Festgeläut der St.Johanniskirche wurde 1955 vom damaligen staatlichen Rundfunk der DDR aufgezeichnet, zu besonderen Anlässen ist diese Aufnahme in der Kirche zu hören. Letztmalig erklangen die Glocken im Dezember 1957, bevor sie 1962 ausgebaut wurden. 1964/1965 wurden die Glockentürme bis auf wenige Reste abgerissen, die nun selbst auch noch vor dem Verfall stehen.

Der Glockenturmverein hat mit dem Glockenbeauftragten des Landeskirchenamtes über Maßnahmen zur Bewahrung der Glocken gesprochen. Danach ist davon auszugehen, dass diese Glocken eine hohe Standfestigkeit besitzen, so dass die berechtigte Hoffnung besteht, dieses festliche Geläut wieder in Ellrich zu hören. Auch der Klang der Glocken der Ellricher Hauptkirche ist ein Stück Heimat, das es zu bewahren gilt. Dafür bittet der Glockenturmverein um breite Unterstützung.

(Ellricher Zeitung, Februar 2014)